Insurance Trend Report 2022

Benchmarking von digitalen Fähigkeiten der führenden europäischen Versicherern

Eines ist klar: Das „neue Normal“ ist digital. Obwohl die Gesamtinvestitionen in die Digitalisierung zunehmen, verlassen sich Versicherer immer noch auf traditionelle Offline-Kanäle. COVID-19 wirkt jedoch als Katalysator für die digitale Transformation in den Versicherungsunternehmen und verändert die Erwartungen der Kunden an die Zukunft. Die Schlüsselfrage ist: Was braucht es, um das volle „digitale“ Potenzial im Versicherungssektor auszuschöpfen?

Im Jahr 2020 hat PwC’s Strategy& führende europäische Versicherer hinsichtlich ihrer digitalen Fähigkeiten genauer unter die Lupe genommen und die Auswirkungen von COVID-19 auf die digitale Agenda einbezogen (Quelle: PwC Strategy&: Accelerating the digital transformation). Die Ergebnisse gliedern sich in drei Schlüsselelemente.  Erstens sind sich die Versicherungsunternehmen der hohen Relevanz der digitalen Transformation bewusst, es fällt ihnen aber schwer das Potenzial zu erschließen. Mit COVID-19 wird die Bedeutung digitaler Tools und der dringend benötigten digitalen Transformation als Beschleuniger immer deutlicher.

Zweitens konzentrieren die Versicherer darauf ihre Investitionen in KI auszuweiten und das volle Potenzial der Datenanalyse zu nutzen. Nachdem sie in der Vergangenheit erfolgreich in digitale Serviceplattformen und RPA investiert haben, werden nun Budgets zur Verfügung gestellt, um den Schaden- und Kundenservice durch den Einsatz neuer Technologien zu verbessern. Drittens müssen die Versicherer ihre Mitarbeiter befähigen, eine digital orientierte Organisation zu werden. Eine digitale Organisation zu werden bedeutet nicht nur, die Technologie aufzurüsten, sondern auch die Mitarbeiter zu schulen, die aktuellen Strukturen und Zuständigkeiten anzupassen und starke Partner zu suchen.

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Wie kann der europäische Versicherungssektor das volle Potenzial der digitalen Transformation ausschöpfen?

  1. Digitale Richtung definieren

Digitalverantwortliche müssen COVID-19 als Gelegenheit nutzen, um digitale Maßnahmen neu zu bewerten und unmissverständlich klarzustellen, in welche Richtung sich die dringend benötigte digitale Transformation bewegen muss, um Wirkung zu zeigen. Es wird empfohlen, eine portfoliobasierte Sichtweise sowohl auf abgeschlossene als auch auf laufende, digitale Investitionen zu entwickeln sowie den Reifegrad der Anwendung verschiedener Technologien zu bewerten und darüber hinaus einen digitalen Fahrplan zu erstellen,der als Richtlinie für die Priorisierung von Investitionen und Ressourcen dienen kann.

  1. Digitale Dynamik aufbauen

Der Aufbau einer Dynamik erfordert eine Kombination aus sichtbaren Leuchtturmprojekten und Initiativen, die schnell greifbare Ergebnisse liefern. Die Erfahrung zeigt, dass die Dynamik größer ist, wenn sie durch mehrere kleine Initiativen erzeugt wird, anstatt ein einziges großes Programm zu starten. Es ist wichtig, das Portfolio der aktuellen digitalen Initiativen zu überprüfen, um Transparenz zu schaffen und die aus COVID-19 gezogenen Lehren zu berücksichtigen sowie nach potenziellen weißen Flecken zu suchen, die vom bestehenden Portfolio nicht abgedeckt werden.  Die Verantwortlichen der digitalen Bereichs sollten Prioritäten der derzeitigen Portfolios von Initiativen setzen und dabei ein Gleichgewicht zwischen Investitionen, begrenzten Ressourcen und Fähigkeiten herstellen.

  1. Digitale Kompetenz aufbauen

Digitale Fähigkeiten sind der Schlüssel zur Erschließung des Potenzials digitaler Investitionen. Um dies zu erreichen, ist es ratsam, eine Kompetenzanalyse durchzuführen, um die Fähigkeiten zu ermitteln, die für eine erfolgreiche Umsetzung des priorisierten Portfolios von Initiativen erforderlich sind, sowie die Kompetenzlücken im Unternehmen zu identifizieren. Darüber hinaus ist eine systematische Suche nach Optionen auf dem Markt erforderlich, um die aktuellen Qualifikationslücken zu schließen und den notwendigen Wandel in der Organisation sicherzustellen. Digitale Initiativen werden durch die Einführung neuer Arbeitsweisen, agilen Projektumgebungen sowie dem Überdenken von Organisationsstrukturen und der Neudefinition von Rollen und Verantwortlichkeiten ermöglicht.

Viele Versicherungsunternehmen setzen sich Ziele, um ihre digitale Transformation zu beschleunigen. Dies wird notwendig sein um, sich in Zukunft schneller an die ändernden Bedürfnisse ihrer Kunden anzupassen und gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Autoren:

Thomas Windhager (Leader Insurance)
Andreas Hladky (Leader Digital Consulting)

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